Steuererklärung: Wann sie Pflicht ist und warum sie sich meistens lohnt
Wer in Deutschland angestellt ist, zahlt Lohnsteuer direkt über den Arbeitgeber. Trotzdem lohnt sich eine Steuererklärung oft, denn viele Kosten werden erst damit berücksichtigt.
Wann du eine Steuererklärung abgeben musst
Pflicht ist sie zum Beispiel, wenn
- du und dein Ehepartner die Steuerklassen III und V oder IV mit Faktor habt,
- du neben dem Lohn weitere Einkünfte hast, etwa aus Vermietung oder Selbstständigkeit,
- du Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder Arbeitslosengeld über einem bestimmten Betrag bekommen hast,
- du mehrere Arbeitgeber gleichzeitig hattest (Steuerklasse VI).
Warum sie sich lohnt
Absetzen kannst du unter anderem den Weg zur Arbeit, Arbeitsmittel, Fortbildungen, doppelte Haushaltsführung, Handwerkerkosten im Haushalt und unter bestimmten Voraussetzungen Unterhalt an Angehörige im Ausland. Viele bekommen dadurch mehrere hundert Euro zurück.
Fristen
Wenn du zur Abgabe verpflichtet bist, gilt in der Regel der 31. Juli des Folgejahres; mit Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein hast du länger Zeit. Freiwillig kannst du die Erklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben.
Hilfe in deiner Sprache
Gerade bei Angehörigen oder Einkünften im Heimatland lohnt sich eine Beratung. Auf unsereleute findest du Steuerberater, die Türkisch, Polnisch, Kroatisch, Russisch und viele andere Sprachen sprechen.
Hinweis: Steuerregeln ändern sich regelmäßig. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung.