Führerschein aus der Heimat: Wann du ihn umschreiben musst

10.10.2026

Wer nach Deutschland zieht, will meist weiter Auto fahren. Ob das mit dem Führerschein aus der Heimat geht, hängt davon ab, wo er ausgestellt wurde.

Führerschein aus der EU oder dem EWR

Führerscheine aus EU-Ländern – zum Beispiel aus Kroatien, Polen oder Rumänien – gelten in Deutschland weiter. Du musst sie nicht umschreiben lassen. Ein Umtausch in einen deutschen Führerschein ist freiwillig möglich, etwa wenn dein Dokument abgelaufen oder beschädigt ist.

Führerschein aus einem Nicht-EU-Land

Führerscheine zum Beispiel aus der Türkei, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Albanien oder der Ukraine gelten in der Regel nur für eine begrenzte Zeit nach der Anmeldung deines Wohnsitzes in Deutschland – meist sechs Monate. Danach brauchst du einen deutschen Führerschein.

Je nach Land wird dein Führerschein ohne Prüfung umgeschrieben, oder du musst eine theoretische und praktische Prüfung ablegen. Welche Regel für dein Land gilt, sagt dir die Führerscheinstelle deiner Stadt.

Sonderregel Ukraine: Für Menschen mit vorübergehendem Schutz aus der Ukraine gilt eine EU-Ausnahme: Ihr ukrainischer Führerschein bleibt gültig, solange der Schutzstatus besteht. Ein Umschreiben ist dann nicht nötig.

So gehst du vor

  1. Bei der Führerscheinstelle nach den Unterlagen fragen (meist Antrag, Passfoto, Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Übersetzung des Führerscheins).
  2. Wenn Prüfungen nötig sind: eine Fahrschule suchen. Theorie kann in vielen Bundesländern auch in anderen Sprachen abgelegt werden.
  3. Rechtzeitig anfangen – die Bearbeitung kann einige Wochen dauern.

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